Rauch und Torf

Zigarren und Whisky

CENTAUR CIGARS

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18:30 - Der Abend kann beginnen -

Rechtzeitig  für ein Ereignis zum Wochenende hat sich eine kleine Gruppe bei Kaminfeuer (leider nur Deko) ,Whisky und Rum  zusammengefunden um griechischen Heldensagen zu lauschen. 

Tobias Forst - CEO Centaur Cigars
Bild T.Knapp 2019©
Gruppiert um einen kleinen Rauchtisch, entspannt in Clubsesseln lauschen wir den Ausführungen von Tobias Forst, seines Zeichens Inhaber der Zigarrenlinie CENTAUR CIGARS. 

Wer sich mit diesen Zigarren beschäftigt hat, weiss, dass Tobias den antiken griechischen Helden verfallen ist. Sein Ziel ist es mit seiner Zigarrenlinie einzelne ausgewählte Geschichten aus dem Werk der klassichen Heldensagen nachzuerzählen. Immer wieder schildert er die Charaktere der gewählten Helden - JASON - ODYSSEUS- ACHILLES und "last but not least" den Coach, wie man heute sagt, den Trainer all der Helden - CHEIRON.

"Cheiron" (Tobias) und sein Held (Klaus)
Bild - T.Knapp 2019©
Das sind die Namen der Zigarren aus der HERO SERIES. So treten nacheinander die Darsteller auf. Jason, der junge Liebhaber mit seiner leichten fast verspielten Geschmacksprägung, Odysseus, der Listen-(Abwechslungs-)reiche, der , dargestellt in der Zigarre, mitten im Rauch die Richtung wechselt und sich anfangs nicht wirklich fassen lässt , Achilles,der starke, kräftige Kämpfer mit voller Kraft und Nachhaltigkeit und Cheiron der viele der Vorgängerfacetten in sich vereint. 
Interessiert hörten wir den prosaischen Ausführungen zu und wurden beim Proberauchen der präsentierten Zigarren bestens unterhalten. 

Doch Prosa allein genügt nicht. In der heutigen Zeit werden Fakten abgefragt. Und so musste Tobias sich den manchmal kritischen Fragen stellen. Tapfer , wie ein würdiger Vertreter seine Helden hat er sich den Fragen gestellt und bestens beantwortet.

"SIR" William
Bild - T.Knapp 2019©
- Welcher Tabak wird verwendet um die Stabilität und die grossartige Aschensäule zu erzeugen? 
- Ist der Tabak in allen Zigarren enthalten? Nein - warum nicht? 
- Was versteht man unter Ölbildung? 
- Wie wird die Stimmungs-/Geschmacksvarianz bei Odysseus erzeugt ?
- Wie wird eine Zigarre entwickelt und kreiert? 
- Wie setzt sich so eine Entwicklungs-Gruppe zusammen? 
- Was ist der beste Cut für eine CC (Centaur Cigars) :(V-Cut / Rund-Cut / Punch / Nadel (3er)

Lothar - Bild T.Knapp 2019©
Ein sehr interessanter Abend , der sicherlich wiederholt werden muss. Spätestens wenn die neue Zigarre "PERSEUS" auf den Markt kommt. 

Wir haben in der Runde die Gelegenheit genutzt und passende flüssige Begleiter gesucht. Jeder Teilnehmer hat die Gelegenheit gehabt nach seinem Gusto und seinem Geschmacksbild sich Rum oder Whisky als Begleiter zu wählen. Dabei wurde selbstverständlich entsprechend dem Zigarrengeschmacksverlauf auch das Getränk gewechselt. Durch gezielte Auswahl in jeweils kleinen , bis kleinsten Mengen, war das fast wie ein Geschmackslabor. Probieren, auf der Zunge vergehen lassen, zurücklegen, geniessen und dann kommentieren

Dabei sind angetreten: 
 
WHISKY-
- As we get it ISLAY
- Ledaig 
- Floki Sheep Dung
- Laphroaig PX
- Smoke Head High Voltage
- Laphroaig 1815
- Lagavulin 16 

RUM-
- Panama COMPANERO
- Ron de Panam 1914 
- EKTE Pugent & Geeky
- Kirk & Sweeny 23

Als Zigarren wurden verkostet Odysseus / Cheiron / Achilles. Der Kürze wegen sei an dieser Stelle nur gesagt: Jeder hat SEINE passende Kombination gefunden. Die Kreuzverkostungen und die damit ausglösten Gespräche füllten den Abend. Immer wieder gepaart mit Ausflügen in die griechische und teils ägyptische Mythologie.  

Als Fazit : Herzlichen Dank an TOBIAS FORST und die Tastingrunde. Ich hoffe Euch bald wieder begrüssen zu können.
Das Equipment
Bild T.Knapp 2019 ©












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FLOKI DOUBLE WOOD RESERVE

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FLOKI DOUBLE WOOD RESERVE
-Foto TK
Noch nicht lange auf dem Markt musste ich diesen FLOKI unbedingt probieren. Seine Vorgänger den Young Malt, mal mit und mal ohne "Sheep Dung" waren schon etwas Überraschendes und Besonderes.

Als dann der 3jährige "FLOKI -Iceland-Single Malt Sheep Dung Smoked Reserve" kam, war ich als Anhänger rauchiger und/oder torfiger Whisky begeistert. Für mich waren diese FLOKI schon ungewohnt würzig und passte so überhaupt nicht in das Schema von bekannten Whisky.

Aber mal ehrlich, in welches Schema passt Island ( auch Iceland) überhaupt? Und muss man unbedingt Schemata anlegen?

Nun kommt der Neue!

Mit der Idee den Whisky auch noch in einem Schwarzbierfass einer isländischen Brauerei (Bryggjan brugghús) reifen zu lassen hat man dem Aussergewöhnlichen noch einmal ein Sahnehäubchen aufgesetzt. Und das kommt sogar im Geschmack ein wenig hervor, wenn er mit einem dezenten Milchkaffee,Kakao und Süssaroma aufwartet.

Leider bleibt er nicht allzulange präsent, und ist auch im Antritt sehr leicht. Aber in der Mitte , und besonders, wenn man ihn ein wenig im Mund hin und her spielt, bringt er seine Würzigkeit gut zur Geltung.

MUWAT - DREW ESTATE
-Foto TK
Ich habe mir als Kombination dazu eine MUWAT gegönnt. Eine Zigarre aus dem Hause Drew Estate, die mehr und mehr nicht mehr, oder nur schwer verfügbar ist.  
MIt ihrem dunklen Deckblatt (San Andres Negro) und der Umblatt- Filler Kombination ecuadorianisch und Brazil Mata Fina-Nicaragua-Kuba passt sie hervorragend zu dem würzigen "Nordmann". 

Beides, Zigarre und Whisky, ist nichts für jeden Tag, und man sollte sich wirklich Zeit nehmen, zurücklehnen und geniessen.
Diese Zigarre mit ihrem dunklen Deckblatt (San Andres Negro) und der Umblatt- und Fillerkombination aus equadorianischem Tabak und
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Was "Debonair 33rd Maduro" kann ... kann "LFD Double Ligero DIGGER" schon lange

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Ich dachte ja, dass man die Debonair 33rd nur schwer toppen kann. Aber, gefehlt, da kann man sehen , dass ich noch kein Jahrhundert bei der Zigarre  bin.

Gestern habe ich mir eine LFD DOUBLE LIGERO DIGGER angezündet. "Nicht schlecht" - dachte ich am Anfang. "Ja - das kann was werden". 

LFD Double Ligero DIGGER & Bratapfel
(Foto: T.Knapp ©)
Und dann - dann hörte das Teil einfach nicht mehr auf. Das war wie beim alten VW-Käfer - "die brennt und brennt und brennt".  Knapp 3:20h . Ok - ich bin ein Langsamraucher, aber meine Kollegen waren nicht viel schneller.

Das Aroma der Zigarre, mit ihrem Nuss, Holz, Wiese und Heugeschmack, gab Anlasse zum Nachdenken. So trocken sollte man die Zigarre nicht lassen. Aussderdem, was macht man in dieser Zeit? 
Das Ganze auch noch in einer Umgebung, die die unterschiedlichsten Sorten an rauchigen und torfigen Whisky beherbergt und eine  kleine Reihe von Rum und Bränden .

LFD Double Ligero DIGGER & Kirk&Sweeney 18
(Foto: T.Knapp ©)
Leicht, ganz leicht wollte ich anfangen. Also BRATAPFEL einen fruchtigen Brand von Fa. Scheibel. Volles Aroma, Zimt, Süsse, kräftiger Apfel, das alles passte schon mal ganz gut zu der Süsse der Zigarre am Anfang. Die 20 Vol. % des Bratapfel waren ja schon nicht schlecht und als wirklich leichter Einstieg ist das eine gute Wahl. Auf Dauer aber ist das nicht genug.

Daher war ein Übergang gefragt, wie man von der furchtigen Süsse zu einer nächst volleren Ebene gelangt. Mit einem Rum Kirk & Sweeney 18 war der Schritt dann definiert.  Er hat sich im Kundenkreis gut etabliert und der Wunsch nach der Steigerung zum 23 Jährigen wird lauter.  

LFD Double Ligero DIGGER & FLOKI
(Foto: T.Knapp ©)
Mit der ausgewogenen Aromapalette passte der Rum gut in die Entwicklung der Zigarre. Der Aschestand auf dem Bild ist die Länge nach ca. 20 Minuten :-). Glücklicherweise war ich in guter Runde und mit dem Digger nicht allein. 

So war die Diskussion um die weitere Nachfolge recht unterhaltsam.  Durchgesetzt hat sich der Isländer "FLOKI". Ich hatte den schon mal beschrieben .Mit seinem doch eigenwilligen Aroma ist er eine ideale Besetzung für die Rolle der "Bridge" - der Übergang von Rum-Süsse zu Whisky-Rauch-/Torfnase. 
LFD Double Ligero DIGGER & Smoke Head
(Foto : T.Knapp ©)


Die Aufgabe der Rauch & Torf - Vetretung wurde dem Smoke Head High Voltage zugewiesen. Er war eine gute Ansage. Zusammen mit stillem Wasser und einigen starken Tee ergab sich eine lange, sehr lange, gemütliche und  genussvolle Verweildauer.
Die Back-Up WHisky die ich vorsorglich noch in Reichweite gestellt habe, haben wir nicht benötigt. Heisst im Umkehrschluss - Klappe "Digger - die 2te" , mit anderer Getränkebesetzung.

Ich kann nur bestätigen, was im Netz über den LFD-Digger steht: Jeder weiss, dass es ein längerer Smoke wird, wenn man dieses Superteil anzündet- das wird einem bei der Grösse der Zigarre 21,5cm/8,5" schon klar. Dass der Geschmack allerdings auch über die gesamte Rauchdauer nicht langweilig wird, das wird einem so richtig erst in der Anwendung bewusst. Bis zum Schluss ist es ein Genuss. Irgendwann geht aber nichts mehr. So habe ich dieses Glanzstück mit ein wenig Wehmut erlöschen lassen.
Allerdings mit der Gewissheit : In der Kiste sind noch mehr! :-)





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FLOKI - ISLAND

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FLOKI - SHEEP DUNG RESERVE

wenn es eines gibt, das man sich im Leben bewahren muss, dann ist es die Neugier, das Suchen nach Neuem. 
Bei jährlich unzähligen Neuerscheinungen im Thema Whisky ist das eine an sich einfache Sache.
Aufmerksam die Presse verfolgen, der Nase und dem Geschmack folgen und, ja auch wenn es nicht unbediungt das Indivduelleste ist, dem TREND. 

Angetrieben durch diese Neugier, bin ich auf einen Whisky FLOKI gestossen. Bei einer Flaschengrösse von 0,5L nicht unbedingt ein Whisky der den Mengen-Preis-Anhängern entgegenkommt. Auch der Preis ist mit irgendwo zwischen 50 und 60 € jetzt nicht gerade ein Schnäppchen.

Doch das macht dieses Teil zu einem ungeahnten Schätzchen. Die Exotic einen Whisky aus Island zu probieren und dann noch "smoked" ist ein kleines Abenteuer. Weiss mann doch, dass auf Island an sich nicht das beste Klima für Getreide und schon gar nicht für Brennholz oder Torf ist. Wie also wird gesmoked? Nun, mit dem was man dort hat - Schafdung. Ein Brennmaterial, das zuerst ein wenig abschreckt und eine nicht so wirklich prickelnd Assoziation aufkommen lässt. 

Aber, das kann vorweg genommen werden, das ist alles nur Einbildung. 

Der Whisky/Spirit ist unwahrschlich würzig. Bei der ersten Verkostung in der Runde kamen dann auch gleich Bemerkungen "wie ein Kräuter, aber doch irgendwie nicht". 
Ja er hat wie erwähnt ein starkes Kräuteraroma und unterscheidet sich stark von der Masse. Wir haben uns den noch nicht Whisky zu nennenden Spirit gegönnt. Eine Entscheidung die unbedingt durch den 3 Jähringen ergänzt werden muss. 

Das Aroma, das schon beim Öffnen Flasche austritt, setzt sich im Glas fort. Die Nase ist voll damit beschäftigt die Vielfalt der Aromen zu erfassen. Auf der Zunge bleibt er dann vollmundig und gross. Im Abgang bleibt er angenehmer Weise lange erhalten. Nachdem er eine Weile im Glas atmen konnte glaubt man dann doch irgendwo die Schafe zu riechen. Aber absolut dezent und angenehm. 

Dieses Experiment kann nur empfohlen werden und sollte auf jeden Fall weitergeführt werden. 

Auf der Suche nach der richtigen Zigarrenkombination habe ich die A.Turren Robusto gewählt, die mit ihren süsslichen Aromen eine gute Ergänzung war. 

Es bleibt abzwarten wie sich dieser FLOKI im Zusammenspiel mit kräftigen Zigarren von Gurkha und Kristoff macht, oder in einer Kombination mit den Balmoral Oscuro.  
Ein weites Feld also, das der Neugier förderlich ist.  Für mich gilt auf jeden Fall: Diesen "FLOKI - SHEEP DUNG SMOKED RESERVE" werde ich im Auge behalten . 

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3:30h - und kein bisschen langweilig

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Man muss sich schon richtig Zeit nehmen um dieses Produkt aus dem Hause Schuster wirklich geniessen zu können.
Als mir die DEBONAIR 33rd MADURO vorgestellt wurde konnte ich einfach nicht widerstehen. Das Format, die Farbe (dunkel)  und - schlussendlich auch die aussergewöhnliche Kiste , hatten es mir sofort angetan.

Aufgrund der Länge der Zigarre  (23 cm) habe ich mir einen Freund eingeladen mit dem ich die zu erwartenden 3 Stunden bei Whisky & Smoke verbringen wollte. 

Jeder erhielt seinen Hogwarts-Stick und es ging los. Bei einem Ringmass von 50 liegt sie gut in der Hand, die Länge irritiert zu Beginn ein wenig. Das normal ablaufende Arragement zwischen Glas, Aschenbecher, Feuerzeug ist durchbrochen und muss erst neu zurechtgeschoben werden. Dann endlich konnte es losgehen. Das Anzünden ging wieder erstaunlich einfach und reibungslos.
 Die Eindrücke des Rauchverlaufs waren überraschend. Der erste halbe Zentimeter wurde mit dem  Kommentar begeleitet: "Ja, klar, ist nicht schlecht aber eben nur ein Gag". Dann aber , nachdem die Zigarre auf die Länge warm geworden war, kamen die Aromen und es entfaltete sich eine angenehem Rauchaura um uns herum.

Der Geschmack, die Aromen blieben über die gesamte Distanz konstant. Die Kombination eines Deckblatts aus Conneticut Broadleaf, einem dmonikanischen Umblatt und einem Filler in der Kombination Dom.Rep + Nicaragua, ist gut gelungen.
Das ist auf der einen Seite absolut postiv, denn manch Vergleichbares wird zum Ende hin richtig scharf und teilweise unangenehm, auf der anderen Seite kommt so nach 2 Stunden  :-) kurz der Gedanke "Super! Kommt da noch mehr?".
Antwort: Ja - gleichbleibend gute Qualität &  Nein -keine weitere Metamorphose.


Während der Kollege mit 3:07 fast eine Punktlandung geschafft hat, war ich selbst, als "Langsamraucher", dann mit ganzen 3:30 dabei.


Mir wurde die Zigarre  in der Stärkeklasse mittel vorgestellt. Entweder liegt es an der Länge, oder ... Für mich war dieser "Stick" locker im mittel bis starken Bereich. Aber das können Sie ja selbst einmal ausprobieren.

In Kombination mit verschiedenen Whisky (bei >3 Stunden reicht einer nun wirklich nicht aus) haben wir festgestellt, dass die extrem torfigen keine gute Gesellschaft sind, aber die fruchtigen, süsslicheren sich hervorragend einfügen. Ebenso trockene Rumsorten.







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BUSINESS COMBINATION

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Wenn der Feierabend eigentlich schon lange angefangen hat, und endlich der letzte Vorgang erledigt ist, dann ist es soweit.  Die Kaffeetasse kann weitergeschoben werden, das Mineralwasserglas in die zweite Reihe.
Foto: T.Knapp©
Dann ist es Zeit die erste Reihe mit einer "Business Combination" zu besetzen und den Abend beginnen zu lassen.  Nicht zu lang, aber gross genug um einen Kontrapunkt zur Tageshetze zu setzen. Anregend, aber nicht aufregend.
Nach manch hoch engagierten Besprechungen und fachlichen Reibereien des Tages , ist jetzt etwas herzhaft Süssliches angebracht. Etwas, das fast einem Menü im Glas entpricht.

Auch wenn es im ersten Augenblick wie eine Werbung aus vergangener Zeit klingt (süss, spannend, spielerisch), so gibt es so etwas tatsächlich in  mehrfacher Ausführung und Kombination.

Ich habe mich heute für eine Kombination aus Bacon, Grillaromen und  Kräutern entschieden. Im Abgang soll sich dann die Süsse von reifem Obst und Meeresimpressionen entwickeln.

Mit dem Port Askaig 100 Proof , einem Singel Malt aus Islay bin ich genau im richtigen Rahmen. Diesen ergänze ich noch mit einer kleinen , kurzen Gran Corto Mexico der Serie TE-AMO. Die Zigarre mit ihren Holz- und Kaffeearomen ergänzt sich hervorragend mit der immer wieder durchkommenden Süsse des Port Askaig.  Die Länge der "Kleinen" mit ca. 101mm und einem Ringmass von 62 bringt genau den entspannenden Smoke, der nach dem Arbeitstag die Überleitung zum späteren Abend ist.

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MACKMYRA - HEDDA

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Foto: T.Knapp
Der Neue im Programm!

"Mackmyra -Hedda", - ein Neuling der es in sich hat. In der Ankündigung ist als Besonderheit die Reifung in Rotspon-Fässern genannt.
Rotspon ein Rotwein, der besonders den Menschen in Hamburg und Lübeck bekannt ist, verspricht eine Fruchtigkeit und angenehme milde Süsse, was sich auch beim ersten Kontakt im Glas bemerkbar macht.
Die Nase nimmt diese Fruchtigkeit sofort auf und macht Lust nach mehr Aromen zu suchen. Der Erfolg bleibt dabei nicht lange aus. Die Süsse definiert sich in Schokolade, Beeren, Traube und, wen wundert's, Rauch.

Mit seinen 54,4% ist er nicht gerade ein Leichtgewicht. Diese Prozente schlagen sich sofort im Mund nieder und verleihen der "Hedda" gerade beim ersten Schluck eine gewisse Schärfe, die sich kurz darauf wunderbar wieder mit der durchkommenden Süsse mischt. Mit einer gewissen Salzigkeit und dem angenehmen Verhältnis von Süsse und Rauch rundet der Single Malt sein Aromaspekrtum gänzlich ab.

Hat man den ersten Schluck auf der Zunge verweilen lassen und bietet darauf der Nase noch einmal Gelegenheit mitzuspielen, dann kommt das volle Aroma zur Geltung.

FOTO:T.Knapp
Lange, ja wirklich sehr lange hält sich dieser Mackmyra in den Mundwinkeln fest und lässt einen voller Genuss die Farbe betrachten. Der Rotspon zeigt sich auch hier in seiner ganzen Pracht. Für Kenner dieses Weines lassen sich klar die Einflüsse feststellen.

Die relativ kleine Flaschenanzahl, die offiziell mit 429 Flaschen angegeben wird, macht ihn schon fast zu einer Rarität.

Preislich liegt er derzeit zwischen 81€ und 90€. Für gerade mal 500ml nicht gerade etwas für den Kauf zwischendurch.

Doch für Liebhaber der fruchtig süssen Rauchigen ist der Mackmyra das allemal wert.

Geschichtlich ist Mackmyra HEDDA  einer schwedischen Ärztin , Hedda Andersson,  gewidmet, die als 2. weibliche Studentin und 2. Ärztin mit Universitätsausbildung berühmt wurde.



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20180615 The Gauldrons & Balmoral Anejo XO

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THE Gauldrons! " Bucht der Stürme" - Ein guter Name, eine gute Story in der eine Spinne mit ihrer geduldigen , hartnäckigen Art ihr Netz zu spinnen sich als Motivation und Vorbild für den späteren König Robert the Bruce gezeigt haben soll an seinen Vorhaben festzuhalten.

Foto: T.Knapp (2018)
Sowohl das ausgefallene Label, aus auch solche netten Legenden, ergänzen in idealer Weise einen Whisky, der als Blend mit voller Süsse und gleichzeitiger Würze in die Nase steigt und ein wohliges Gefühl von ausgewogenem Geschmack und Ruhe verspricht.
Eine Mischung aus Karamell, Toffee, Schololade und Krokant machen sich im Mundraum breit, Gleichzeitig hüllt der Whisky mit leicht öligem Flair die Zunge ein. Während auf der Zunge die Süsse dominiert, meldet sich The Gauldrons im Abgang mit einer angenehmen Schärfe. Ein echter Genuss , den ich mit einer Zigarre von Balmoral aus der Reihen Anejo XO im Format Gran Magnifico ergänzt habe.

Im Clubsessel zurückgelehnt, mit den Augen den dezenten Rauchwolken der Gran Magnifico folgend, bietet der Whisky nach reichlich Luft und Ruhe als Belohnung weitere weiche Fruchtaromen, mit dezentem Rauch und salzigen Elementen die an einen Toffee am Meer erinnern.

Summa Summarum! Ein Hochgenuss für Leute die den Wechsel zwischen Schärfe und Süsse mögen und nicht auf der Jagd nach einer Rauchbombe sind.


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20180606 - Kilchoman Loch Gorm 2018 & LFD "La Nox"

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Foto: T.Knapp (2018)
Endlich ist er auch bei mir angekommen, der famose Loch Gorm 2018 aus dem Hause Kilchoman. 

Vollmundig in den Tickern vor der Publikation angekündigt, wurde  schnell der Eindruck vermittelt, dass Eile geboten wäre wenn man von dieser Abfüllung noch etwas abbekommen möchte. Als dann die ersten Meldungen auf den Bestelllisten erschienen war das ein gutes Zeichen. 

Die Tatsache, dass dann gleich darauf die ersten Lieferabsagen ("vergriffen") kamen schien die Eile zu bestätigen. 
Ernüchternd war es dann allerdings festzustellen, dass die Lieferabsagen nicht aufgrund der Produktknappheit, sondern aufgrund der Bedeutung der Abnehmer zu interpretieren waren. Heisst, je kleiner man ist, desto weiter rutscht man in der Lieferreihenfolge nach unten, gleichgültig wie schnell man bestellt.  

Die Grossen werden jetzt mit einem wissenden Lächeln bemerken, dass das nun mal der Markt ist und man die Spielregeln eben akzeptieren müsste. Klar! - Merke ich mir für spätere Gelegenheiten.

Doch nun zum Genuss. Aufgrund der Nase, die Würzigkeit, Süsse und gleichzeitig Herbheit verheisst, habe ich als Begleiter eine La Flor Domincana (LFD) der Serie La Nox Petite gewählt. 

Eine , wie ich finde , gelungene Kombination. Während Loch Gorm 2018 mit seiner Süsse und leichten Rauchigkeit die Vorlage bietet, ergänzt die La Nox, mit genau den passenden Komponenten , pfeffrig, süsse Erdigkeit das Geschmacksbild. 

Der Gaumen füllt sich mit einem rundum gelungenen Aromaprofil. Alle Verheissungen der Nase werden bestätigt und ergänzt durch weitere Fruchteindrücke. Die Verweildauer ist angenehm lang und hinterlässt eine absolute Geschmackszufriedenheit. Kilchoman Loch Gorm 2018 und LFD La Nox,   ein Gespann, eine Aromafülle, die ich sicherlich wiederholt geniessen werde. 
Bedauerlich, dass ich "nur" die Petite gewählt habe. Das Toro-Format wäre hier sicherlich die längerfristige Alternative gewesen.

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20180430 - Woodford Reserve Double Oak

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Heute hatten wir uns ein wenig Freigang erlaubt. Heisst, wir haben den Pfad des schottischen Rauchs verlassen und unseren Blick über den grossen Teich gewandt. 

FOTO: T.Knapp (2018)
Mit Rauch & Torf ist da ja nicht viel. Auch wenn Woodford einen "cherry wood smoked Whisky erwähnt. Dieser ist allerdings mit derzeit fast 130€ ein wenig heftig über den durchschnittlichen Bourbon Haushaltplan.

Bourbon - ist an sich nicht im Angebot meines Ladens, aber doch auf der Liste der Whisky, die wir gerne mal zwischendurch trinken. Ein Blick in den  Spezialschrank ergab für heute im Angebot dazu:

"Woodford Reserve Double Oaked "


Wenn der normale Woodford Reserve schon ein sehr guter Einstieg in die Bourbon-Welt  ist, dann ist der ..double oaked" noch ein Aromakick mehr.


Zusammen mit eine Casa de Torres Maduro war das ein angenehmer Abend.
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