Rauch und Torf

Zigarren und Whisky

ZIGARREN AUS KOLUMBIEN

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DON JOSE CORREA

Für Zigarren aus Kolumbien hätte ich mich ohne einen externen Anstoss wahrscheinlich nicht interessiert. Sie waren überhaupt nicht auf dem Schirm.

Aber Dank einer Kundenanfrage habe ich mich auf die Suche gemacht. Anfangs habe ich das Thema auf die leichte Schulter genommen, frei nach dem Motto, "was ich nicht habe kann ich sicherlich im Internet bekommen".

FOTO -. TK 2020 -
DICTADOR12 & DON JOSE CARREA

 Das war der Anfang! Schnell habe ich allerdings gemerkt, dass zwar unter dem Suchbegriff "kolmbianische Zigarren" oder "Zigarren Kolumbien"eine ganze Menge Links auftauchen, sobald man dann jedoch auf Details geht, oder gar bestellen möchte sehr schnell an seine Grenzen stösst. Ich wurde mit dem Satz und den Worten vertraut gemacht : "vormerken" "Zur Zeit nicht lieferbar" "zur Zeit nicht verfügbar".....

Wenn man dann auch noch versucht diese Zigarren für den Wiederverkauf zu organisieren , wird es richtig spannend.  Ich habe zwar bei meiner Suche viele nette Leute kennengelernt, die aber irgendwie alle einen Satz gemeinsam hatten : "Hm, das ist jetzt aber schwierig"

Da ich meinem Kunden versprochen hatte irgendwie und irgendwo einige  Zigarren aus Kolumbien (1 Kiste) aufzutreiben, war mein Jagdtrieb geweckt.

Um es abzukürzen: Ich habe schlussendlich eine Kiste " Don Jose Correa Colombia Churchill" bekommen, nur eine, aber immerhin.

Kaufmännisch gesehen war es wie man so schon sagt eine "Nullnummer", ab einem gewissen Punkt der Suche ging es mir einfach nur noch um den Spass und den alten Satz "gesagt ist gesagt!"

Aus Neugier und Spass habe ich mir bei der Bestellung noch 3 Zigarren "Don Jose Correa ROMO" dazu gekauft.

Ich wollte es einfach probieren. Nun - das waren 3 Zigarren zuviel.

FOTO -TK 2020
DON JOSE CARREA
- ROMO -

Die Zigarren sind mit dem Hinweis - rusiklale Optik - beschrieben. Beim Rauchen merkte ich dann schnell, dass der Hinweis nicht nur auf die Optik allein beschränkt ist.

Schon beim Kaltzug keimte in mir die Frage auf "was ist das denn?" Nach dem Anzünden war es wie eine Zeitreise um 50 Jahre zurück. Damals hatte ich (als Pimpf) meinen Grossvater gefragt, ob ich auch mal an seiner Zigarren ziehen dürfte. Was er mir, zu seiner grossen Erheiterung, auch erlaubt hat. Nie , nie wieder wollte ich eine Zigarre probieren, geschweige denn überhaupt rauchen.

Im Leben läuft aber manches doch ein wenig anders. In Bezug auf Zigarren kann ich sagen



- glücklicheweise!

Dass ich, nach all den Jahren , noch einmal mit diesem Geruch, dem Aroma von damals, ja wie soll ich es beschreiben, gefühltem trockenen Lagerhausprodukt konfrontiert werde, hatte ich nicht gedacht.

Macht aber alles nichts. Für jedes Problem gibt es eine Lösung. Heute bestand sie einfach darin, dass ich in meinem Fundus nach einem Rum aus Kolumbien gesucht habe und mit dem Dictador 12 auch einen gefunden habe.

In dieser Kobination war es durchzuhalten. So einfach wollte ich mich nicht  geschlagen geben.  Weitrere Zigarren dieser ROMO werde ich mir allerdings sicherlich nicht mehr holen.

Bei Gelegenheit versuche ich noch einmal die Churchill oder eine CHICAMOCHA. Sie wird ja sehr gelobt. Für heute aber reicht es mir mit dem kolumbianischen Abenteur.

 RUSTIKALE OPTIK :-)

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WHISKY SPRING 2020

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Schwetzingen - WHISKY-SPRING 2020




Foto 1- TK2020©
Wie früher in der Schule hier mal wieder ein kleiner Erlebnisbericht:

Passend traditionell begrüsst fand wieder einmal ein gelungenes Whisky-Ereignis statt. In mitten der wunderschönen Kulisse des schwetzinger Schlosses : DAS Whisky-Ereignis der Region, die "WHISKY-SPRING 2020"

Bekannte und neue Aussteller präsentieren Ihr Sortiment und erfüllten Geschmackserlebnisse im Kleinen (1-2cl oder 50/70 cl) oder Grossen je nach Begeisterung, Geschmack und Geldbörse. 

Wenn man sich daran gewöhnt hatte, dass die ehemals von den Männern so belächtelte überdimensionierte Damenhandtaschen nun durch Rucksäcke im Treckingformat bei den Männern ersetzt wurden, wurde der Besuch zu einem vollumfänglich unterhaltsamen Event.
 
Mit Trinkflaschen rechts und links, Regenjacken und Ersatzshirt, um allzeit auf jede lebensberohliche Situation auf so einer aufreibenden Whiskymesse vorbereitet zu sein, standen meist männliche Whiskyfreunde an den Tischen und boten beim Wandern von Stand zu Stand eine gepolsterte Sichtschutzwand, die je nach Drehbewegung an den Brunftkampf von Hirschen erinnerte

Doch das Schöne an einer solchen Messe, ist, dass die Angebote in Grosser Zahl vorhanden sind und das Produkt "Whisky" ohnehin gemütliche Menschen anzieht. Sie geniessen die Situation und sehen auch in solchen, eben erwähnten Kleinigkeiten noch etwas komisch Unterhaltsames. 

Während die Puristen unter den Whiskytrinkern gezielt nach der Erfüllung Ihrer Wünsche suchen mussten , bot sich für die Liebhaber der Finishs in der Fülle der Sherry- Port - Rum ... Varianten fast schon ein Übermass an Auswahlmöglichkeiten. 

Foto 2- TK2020©
Die Frage "war der Whisky nun lange im Fass, oder war der Port doch der Vater der Farbe?" musste man sich wiederholt stellen. Die Reihe der Sonderabfüllungen, Einzelfass-Sonderausgaben war riesig. Die Fotofunktion im Handy wurde schnell weit mehr als nur ein Tool zum Festhalten eines tollen Wochenendereignisses. Es wurde der Notizzettel zur Erinnerung wo man welchen Whisky gesehen und probiert hatte.

Als Liebhaber der rauchigen , torfigen Whisky waren dann solche kleinen Fässer (siehe Bild -.2-) die Highights.

Interessant war auch das Vorgehen einzelner Stände die Preise für die CL ziemlich harmonisch darzustellen. Da sah es dann aus, als ob seltenere Schlucke, die man schon immer probieren wollte, doch einmal zu überraschend netten Preisen angeboten wurden. Bis man dann realisierte, "ah - nicht 2cl, sondern 1cl". Wer lesen kann war klar im Vorteil. 

Ebenso vorteilhaft war, dass teilsweise ähnliche Whiskysortimente an mehreren, verschiedenen Tischen parallel zur Verkostung anstanden. So hat sich der Besucherstrom für z.B. Ardbeg-Interessierte auf mehrere Stände verteilen können und so die Warteschlangen erfreulich verkleinert. Im Bezug auf die Preisgestaltung was es dann zwar ein wenig Gedächtnisleistung sich zu merken wo welcher Whisky wieviel kostet, aber das ist schon fast als sportliche Herausforderung zu sehen. 

Vom Gefühl her waren dieses Jahr mehr Whiskygeschäfteunter den Ausstellern , als "Zulieferer". Dadruch wurde es für Wiederverkäufer etwas anstrengender Informationen zu erhalten und Neuerscheinungen zu finden. Aber das mag ein subjektiver Eindruck gewesen sein. 

Gelungen war die "Zigarrenlounge", die mit ihren Loungemöbeln und ruhiger Atmosphäre in Begleitung  guter Zigarren aus dem Davidoff-Sortiment müden Beinen eine wohltuende Verweildauer bot. 

Foto - TK2020©

Foto - TK2020©
Geschmacklich positives Erlebnis waren für uns (von der Prägung her - Torfnasen) die Erfahrungen mit Irischen Whisky. Der hier abgebildete Whisky JJ.J. Corry, sowieso sein "Tastingbruder" Black Rock 7" hinterliessen einen sehr schmackhaften Eindruck und werden sicherlich einen Platz in unserem Regal bekommen .


Alles in Allem - war es ein toller Besuch. 

Mit der zusätzlichen genialen Unterstützung von Petrus, der ein gigantisches Frühlingswetter geschickt hatte, war die "WHISKY-SPRING" zum Jahresbeginn genau das Richtige. Was will man mehr, als mit einem Glas guten Whiskys in der Hand in der Sonne zu sitzen und den Tag zu geniessen?
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Mit Genuss Sea Shepherd unterstützt (Steve Irwin Edition)

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Dass man mit dem Erwerb einer Flasche "Sea Shepherd" einen hervorragenden Whisky bekommt und gleichzeitig noch die Umweltschutzorganisation SEA SHEHERD unterstützt, das dürfte sich unter den Whiskyfreunden sicherlich schon herumgesporchen haben. Wem das bisher noch nicht bekannt war, der ist eben jetzt und hier informiert.

Foto - Kirschwhisky.de©
Mit jeder Flache geht ein Teil des Erlöses an die Organisation, um auch weiterhin Schiffe auszurüsten und Aktionen zum Schutz von Meerestieren laufen zu lassen .

Wer bisher den "normalen" Sea Shepherd kannte und sich an seinem torfigen, rauchigen Aroma erfreut hat, weiss was er daran hat.
Für mich als Torfnase ein Tropfen, den ich immer wieder aus dem Regal hole.

Dem nicht genug ist nun eine limitierte Steve Irwin Edition erschienen, die von Signatory Vintage abgefüllte Bunnahabhain (2006/2019) Sherry Cask Version.  

Allein die Information, dass pro Händler nur eine bestimmte Anzahl von Flaschen abgegeben wird, dass auch nur eine kleine, limitierte Anzahl an Flaschen (746) überhaupt auf dem Markt sind, machte neugierig.  

Sammler rollen bestimmt mit den Augen, wenn ich angesichts dieser Begrenzung sage: Geliefert, Flasche geöffnet, passende Zigarre zum Aroma aus dem Humidor geholt, in eine Stille Ecke verzogen und "... geniessen.."

An sich sehe ich mich mehr als Purist und bin bei Finishs immer sehr zurückhaltend, aber hier siegte die Neugier. Es lohnt sich!  Während der ersten Sekunden im Glas war die Nase schon , fast abwinkend dabei zu sagen "ja, genau - kenne ich, so etwas habe ich erwartet", aber nach ein paar Minuten Ruhezeit und Luftholen im Glas kommt dann das gesamte Aroma.  

Foto - TK©2020
Ein echter Genuss. Der Sherry , leicht süsslich ist bemerkbar, aber nicht überlagernd. Die Rauch ,die Torfaromen mischen sich hervorragend dazu und das Urteil wird sofort revidiert. "Ja - das muss man getrunken haben!".

Die Farbe bestätigt noch einmal, dass da kräftig Sherryfass dabei ist. Der Whisky gleitet beim Rollen am Glas entlang und sorgt schon beim Zuschauen für Vorfeude auf den nächsten Schluck. 

Das Wissen um die Limitierung, wie gesagt, nur 746 Flaschen, und auch der (leider) gehobene Preis der Flasche unterstützen das Vorhaben des wirklich langsamen Geniessens. 

Foto - TK©2020
Das ist kein Whisky, den man beim Lesen so einfach nebenher trinken sollte. Er sollte auch nicht als angenehme Untermahlung für angeregte Diskussionen verwendet werden - viel zu schade. Er ist etwas , das man ohne Mit-Taster trinken sollte, die Gefallen daran haben den typischen Hausgeschmack von Bunnahabhain erkennen zu wollen, den Whisky in der Verkündung des eigenen Whiskywissens sezieren und Zitrus und Früchte und Meeersalz  und und und herausschmecken. 

Er ist etwas, das man für sich alleine zelebrieren sollte. Glas in der Hand, zurückgelegt und Ruhe.

Foto - TK©2020
Dann bemerkt man, von ganz alleine  auch die verschiedenen anderen Aromen, die sich je nach Zunge und Nase bei jedem Glaskontakt erweitern. 

Die von mir gewählte Zigarre IRON SHIRT von Schuster passt sehr gut dazu. Sie ist nicht gerade ein Leichtgewicht in der Stärke und Geschmack. Sie fügt sich wie gemacht in das Geschmacksprofil und liefert mit ihrer Würzigkeit einen weiteren Baustein in die Entpsannungsphase.

Ich wünsche jedem der eine Flasche ergattern kann eine genussvolle, entspannte Zeit. 







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Kleinste Zigarenlounge in Mannheim

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Panorama - Photo TK2020©
Dem Besucher, der das erste Mal das  "Rauch & Torf" in Mannheim Neckarau betritt, stellt  sich  die Frage, ob es sich um einen Laden handelt in dem rauchige, torfige Whisky , Zigarren und ein Auswahl an Rum verkauft werden und in dem man auch Zigarren rauchen kann, oder um die kleinste Zigarrenlounge in Mannheim, in der auch Whiksy, Rum und Zigarren verkauft werden. 

Ein Blick - Photo TK2020©
In einem kleinen Raum in der alten Milchsammelstelle von Neckarau, einem Gebäude um 1900 erbaut, wurde die kleine Laden-Lounge eingerichtet. Mit ganzen fünf regulären Sitzplätzen ist schon alles gesagt. Hier herrscht keine Durchgangshektik. Der Raum wurde in Anlehnung an einen alten Herrenclub eingerichtet und stellt damit sicher, dass die für eine gute Zigarre gewünschte Ruhe geboten wird. 

Man kann sich unterhalten, wenn es gewünscht ist, oder man liest eine Zeitung, blättert in Zigarrenkatalogen, liest Whiskyinformationen z.B. im Highland-Herold,  oder man nutzt das kostenlose WLAN um seine Mails oder Social Media zu pflegen.
Hier bietet sich die Gelegenheit eine Zigarre in Ruhe zu probieren, bevor man sich eine grössere Menge kauft.  


TEN COMMANTMENDTS -
BEHAVIOUR IN A CIGAR LOUNGE
Folgt man dem ersten Gebot  der "Ten Commandments - How to behave in a cigar lounge" (Miguel M. Schoedel), stehen einem als kostenlosen Begleiter zu der erworbenen Zigarre die Auswahl zwischen einem türkischem oder russichem Tee, einem französichen Instant-Kaffe  
oder einfach nur stillem Wasser zur Verfügung.

Wenn Sie es wünschen, können Sie in einem Gespräch mehr über eine Zigarre erfahren. Nicht immer sind alle Fragen oder Informationen sofort und allumfänglich abrufbar, was sich aber durch gemeinsames Durchforsten des Inernet zu einer kurzweiligen Beschäftigung gestalten lässt. 

Die Preise der einzelnen Zigarren sind reguläre Verkaufspreise ohne "Raumaufschlag".

Je nach Tag und Tageszeit kann es schon einmal enger werden. Da es sich auch um einen Laden handelt, in dem zusammen mit Zigarren Whisky und Rum verkauft werden, kommen auch Kunden zur Beratung der Getränke.  Die dann nebenbei fliessenden Informationen hierzu bieten die Möglichkeit mehr über die weit über 100 rauchigen, torfigen Whisky zu erfahren. Alle Whisky und Rum, die als ganze Flaschen verkauft werden, sind offen verfügbar, wodurch sichergestellt ist, dass man auch das kauft, was einem schmeckt. 

Niemand soll schliesslich einen Whisky oder Rum erwerben der einem nicht schmeckt. Es gilt, auch wenn der Probeschluck noch so klein ist, "im Stehen, wie an einer Imbissbude, kann man diese Getränke nicht wirklich beurteilen".

Ich freue mich Sie bei Gelegenheit begrüssen zu können. 
Die Öffnungszeiten finden Sie auf der Webside. Sollten Sie ausserhalb der regulären Zeiten einmal einen Genussmoment brauchen, dann einfach Mail oder Anruf. Es findet sich sicherlich eine Lösung.








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BIG PEAT CE2019

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Douglas Laing -

 

BILD -  ©BSC-BREMEN
Wie doch die Zeit vergeht. War Big Peat im Frühjahr noch vom Wind ein wenig zerzaust,  hat ihn  das Jahr und die anstrengende Entwicklung dieses Weihnachtsblends und die vielen sich daraus ergebenden Verkostungen bis zur Weihnachtszeit ganz schön in Anspruch genommen. 

BILD - ©BSC-BREMEN
Gut zu sehen im Vergleich: 
          Vorher -  Nachher 


Doch es hat sich gelohnt. Gerade wenn man alle Jahre wieder (bis auf eine Ausnahme) die gleichen Destillerien liest: BOWMORE - ARDBEG - CAOL ILA - PORT ELLEN so ist es jedes Jahr auf's Neue eine Überraschung ob es wieder einmal eine Steigerung wird. Und jeder, der da sagt "den kenne ich schon", der hat eben ein paar Jahre verpasst.

Gespannt wartet die Fangemeinde, was der Meister wohl dieses Jahr gezaubert hat.  Wahrlich - es ist ihm wieder einmal gelungen einen BIG PEAT! zu erschaffen. 

Mit 53,7% Vol kommt er in diesem Jahr daher. Keine Farbstoffe, keine Kaltfiltrierung , so wie das Fass ihn schuf. Leicht süsslich im Abgang hat er sich vorher schon mit seinem Torfcharakter im Mund so richtig breit gemacht. 

Genüsslich lässt man den Whisky im Mund verweilen, während man die Anzahl der Fässer auf dem Bild zählt und überlegt, ob man sich nicht doch lieber gleich eine zweite Flasche beschaffen soll - oder doch besser einfach zu Weihnachten wünschen soll?


BILD - ©BSC-BREMEN


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LANGE NACHT DER KUNST UND GENÜSSE 2019

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Begrüssung - Bild ©TK2019
Auch wenn der Name der "Langen Nacht der Kunst und Genüsse 2019 - Mannheim" (im Folgenden kurz "Lange Nacht") äusserst sperrig ist, so ist die Veranstaltung selbst alles andere als sperrig oder langweilig.

Das Ziel dieser Veranstaltung ist in den letzten Jahren an verschiedenster Stelle mehrfach beschrieben worden, sodass nur ganz kurz wiederholt werden soll:  "In der Langen Nacht bieten die Einzelhändler der Stadtteile von Mannheim den interessierten Kunden die Möglichkeit Geschäfte, Läden, Galerien, und Unternehmen in lockerer Atmosphäre mit Kunst, kleinen Snacks und Musik kennenzulernen."

Von Rauch & Torf (Zigarren & Whisky) waren wir nun das vierte Jahr in Folge dabei. Jedes Jahr versuchen wir zusammen mit unserem Nachbarn "Weinkistl Neckarau" immer ein kleines Extra mehr zu bieten. 

Bar mmit Popcornmaschine -Bild ©S.Offen
Dieses Jahr sind wir dazu mit einer Popcorn-Maschine gestartet. Der Geruch frischen Popcorns hat nicht nur uns das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen, sondern auch vielen der Besucher, die trotz widriger Witterungsumstände zu uns gekommen sind.

In unserem kleinen Ladengeschäft herrschte reger Andrang und es war nicht immer einfach die vielen interessierten Fragen zu beantworten. Unter anderem die Masterfrage: "Wie kommt der Torf in den Whisky?" Denn Torf- und Raucharomen sind das Schwerpunkt in dem sich unser Whiskysortiment bewegt. Seit gut einem Jahr sind Rum-Sorten dazugekommen. Dabei sind nicht die gängigen Rum aus den Marktregalen gemeint, sondern Produkte aus Panama, Las Palmas, Venezuela, Trinidad und Tobego. 

Inhaber T.Knapp & Kunden - Bild ©S.Offen
Beide Produkte, der Rum und der Whisky passen hervorragend zu Zigarren. So war es unser Anliegen den Kunden die Kombinationen von Rum/Whisky/Zigarren nahezubringen, die sich aus diesem Dreigestirn ergeben. Denn nicht jede Zigarre passt zu jedem Rum oder Whisky. 

Gerne hätten wir manche Gespräche intensiviert. Aufgrund des erfreulicherweise hohen Andrangs hatten wir dazu leider nicht immer die Gelegenheit. 

Sollte bei ein oder anderen Kunden weiterführendes Interesse bestehen, freuen wir uns Sie während der normalen Öffnungszeiten, oder bei individuell vereinbarten Tasting ausführlicher informieren zu können.
Der erste Pavillion - Bild ©S.Offen2019

Alle genannten Produkte sind Genussprodukte, bei denen es nicht um Menge und Geschwindigkeit geht. Sie wollen mit Musse und in Ruhe und entspannter Atmosphäre genossen werden. 

"Begrüssungsfeuer" - Bild ©TK

In der Langen Nacht war unser kleiner Hinterhof  von "Weinkistl Neckarau" und "Rauch & Torf" belegt und mit 6 Pavillions und einer überdachten 4m Bar fast vollständig überdacht. 

Auch wenn Petrus in diesem Jahr mit dem teilweise recht heftigen Regen stellenweise starkes Durchhaltevermögen von allen forderte, lud der Hof dazu ein, nicht nur mal schnell in die beiden Läden hineinzuschauen, sondern sich mit einem Whisky, einem Wein/Sekt und einer Zigarre mit Freunden und Bekannten auch etwas länger aufzuhalten. 

"Handmade"-Kürbisse Bild - ©TK2019

Uns als Veranstalter hat das Fest sehr grossen Spass gemacht. Wir bedanken uns bei allen Besuchern und ihren  vielen Anregungen für das nächste Jahr. 

So hoffen wir Sie als Kunden ebenso begeistert zu haben, um Sie entweder im laufenden Jahr oder spätestens an der Langen Nacht 2020 wieder begrüssen zu dürfen.

Ihr Team von "Rauch & Torf"







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CENTAUR CIGARS

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18:30 - Der Abend kann beginnen -

Rechtzeitig  für ein Ereignis zum Wochenende hat sich eine kleine Gruppe bei Kaminfeuer (leider nur Deko) ,Whisky und Rum  zusammengefunden um griechischen Heldensagen zu lauschen. 

Tobias Forst - CEO Centaur Cigars
Bild T.Knapp 2019©
Gruppiert um einen kleinen Rauchtisch, entspannt in Clubsesseln lauschen wir den Ausführungen von Tobias Forst, seines Zeichens Inhaber der Zigarrenlinie CENTAUR CIGARS. 

Wer sich mit diesen Zigarren beschäftigt hat, weiss, dass Tobias den antiken griechischen Helden verfallen ist. Sein Ziel ist es mit seiner Zigarrenlinie einzelne ausgewählte Geschichten aus dem Werk der klassichen Heldensagen nachzuerzählen. Immer wieder schildert er die Charaktere der gewählten Helden - JASON - ODYSSEUS- ACHILLES und "last but not least" den Coach, wie man heute sagt, den Trainer all der Helden - CHEIRON.

"Cheiron" (Tobias) und sein Held (Klaus)
Bild - T.Knapp 2019©
Das sind die Namen der Zigarren aus der HERO SERIES. So treten nacheinander die Darsteller auf. Jason, der junge Liebhaber mit seiner leichten fast verspielten Geschmacksprägung, Odysseus, der Listen-(Abwechslungs-)reiche, der , dargestellt in der Zigarre, mitten im Rauch die Richtung wechselt und sich anfangs nicht wirklich fassen lässt , Achilles,der starke, kräftige Kämpfer mit voller Kraft und Nachhaltigkeit und Cheiron der viele der Vorgängerfacetten in sich vereint. 
Interessiert hörten wir den prosaischen Ausführungen zu und wurden beim Proberauchen der präsentierten Zigarren bestens unterhalten. 

Doch Prosa allein genügt nicht. In der heutigen Zeit werden Fakten abgefragt. Und so musste Tobias sich den manchmal kritischen Fragen stellen. Tapfer , wie ein würdiger Vertreter seine Helden hat er sich den Fragen gestellt und bestens beantwortet.

"SIR" William
Bild - T.Knapp 2019©
- Welcher Tabak wird verwendet um die Stabilität und die grossartige Aschensäule zu erzeugen? 
- Ist der Tabak in allen Zigarren enthalten? Nein - warum nicht? 
- Was versteht man unter Ölbildung? 
- Wie wird die Stimmungs-/Geschmacksvarianz bei Odysseus erzeugt ?
- Wie wird eine Zigarre entwickelt und kreiert? 
- Wie setzt sich so eine Entwicklungs-Gruppe zusammen? 
- Was ist der beste Cut für eine CC (Centaur Cigars) :(V-Cut / Rund-Cut / Punch / Nadel (3er)

Lothar - Bild T.Knapp 2019©
Ein sehr interessanter Abend , der sicherlich wiederholt werden muss. Spätestens wenn die neue Zigarre "PERSEUS" auf den Markt kommt. 

Wir haben in der Runde die Gelegenheit genutzt und passende flüssige Begleiter gesucht. Jeder Teilnehmer hat die Gelegenheit gehabt nach seinem Gusto und seinem Geschmacksbild sich Rum oder Whisky als Begleiter zu wählen. Dabei wurde selbstverständlich entsprechend dem Zigarrengeschmacksverlauf auch das Getränk gewechselt. Durch gezielte Auswahl in jeweils kleinen , bis kleinsten Mengen, war das fast wie ein Geschmackslabor. Probieren, auf der Zunge vergehen lassen, zurücklegen, geniessen und dann kommentieren

Dabei sind angetreten: 
 
WHISKY-
- As we get it ISLAY
- Ledaig 
- Floki Sheep Dung
- Laphroaig PX
- Smoke Head High Voltage
- Laphroaig 1815
- Lagavulin 16 

RUM-
- Panama COMPANERO
- Ron de Panam 1914 
- EKTE Pugent & Geeky
- Kirk & Sweeny 23

Als Zigarren wurden verkostet Odysseus / Cheiron / Achilles. Der Kürze wegen sei an dieser Stelle nur gesagt: Jeder hat SEINE passende Kombination gefunden. Die Kreuzverkostungen und die damit ausglösten Gespräche füllten den Abend. Immer wieder gepaart mit Ausflügen in die griechische und teils ägyptische Mythologie.  

Als Fazit : Herzlichen Dank an TOBIAS FORST und die Tastingrunde. Ich hoffe Euch bald wieder begrüssen zu können.
Das Equipment
Bild T.Knapp 2019 ©












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"The Forgotten Cask" and "Anejo XO Conneticut"

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Der Name des Rum aus dem Hause Ferrand klingt ein wenig wie ein Titel eines Abenteuerroman. Chairman's Rerserve "The forgotten Cask" - (Das vergessene Fass) !

Bringt es doch eine Assoziation von Kellern, Höhlen, einsamen Inseln- (Piraten) hervor. Aus dem Tal von Roseau auf der kleinen Karibikinsel St. Lucia bringt die Destillerie St. Lucia Distillers diesen mahagoniefarbenen Rum in die Runde. 

Als Rum alleine hätte ich ihn als "echt gut" und "ja, sollte man im Sortiment haben" bezeichnen.



Chairman's Reserve
"THE FORGOTTEN CASK" & Anejo XO Conneticut
eFoto T.Knapp©


Doch zusammen mit der neuen Zigarre von Balmoral der Anejo XO Conneticut ist das ein Glücksfall.

Auch die Zigarre, für sich allein genommen schon eine sehr gute Zigarre, die mit ihrem hellen Deckblatt ,zumindest hier im  Laden auffällt, würde ich dennoch nicht als absoluten Mega-Hit bezeichnen. Zu empfehlen, aber eben, ja schön zu haben.

Beide Produkte zusammen allerdings entwicklen sich zu einem sich ergänzenden Paar!  Rum plus  Zigarre bilden eine Harmonie, eine sehr gute Geschmackskombination. Beide bringen Weichheit, Pfeffer und Eichenholzaromen mit.

Die cremige Süsse der Zigarre fügt sich mit dem Vanille des Rum zusammen.  Ein süsses Gedeck zum Wochenende. Für Liebhaber milder ausgewogener Zigarren ist die Anejo XO Conneticut eine Pflichtübung für den Humidor.

Balmoral - Anejo XO Conneticut
- Foto  T.Knapp©

Der Rum ist trotz seiner Süsse eher in der etwas herberen Linie einzureihen. Bananen- und Rosinenaromen, die in die Erwartung eines karibischen Rum gehören sind vorhanden , aber nicht dominant.

Wie oben gesagt , zwei absout gelungene Produkte, die in Kombinationen ihr volles Können enthüllen.

Ich bin gespannt wie sich beide in anderen Kombinationen verhalten.


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JAZZ IM HOF - in Mannheim-Neckarau

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Frank von "Frank's Guitar-Boutiqe" macht normalerweise seine Jazz-Sessions in seinen Räumen in der Rheingoldstrasse 15- 68199 Mannheim-Neckarau.  Der Sound, immer wenn  er mal nach aussen dringt ist gut und macht neugierig. Warum also immer hinter verschlossenen Türen spielen dachten wir, Frank's Guitar Boutique und Rauch&Torf (Zigarren und Whisky) uns und verlegten das Ganze nach draussen.

Gute Idee , aber WOW - Da hat uns Petrus aber eine reingehauen! Dabei hatten wir uns das so schön vorgestellt!

Frank Kern- Gitarre
- Foto © T.Knapp
Am Samstag 11.5.2019 ab 15:00 sollte im Freien gearbeitet werden und zusammen mit seinen Kollegen von "Flatted Fifth" hatten wir die Vision bei strahlendem Sonnenschein, Mitte Mai im warmen Freien zu sitzen und den Jazzklängen zuzuhören.

Dirk Mauler- Gitarre
- Foto ©T.Knapp
Das mit dem Freien und den Musikern, den Zelten, Stehtischen und Anderem war auch alles präsent.

Allein der bereits zitierte Petrus hatte Spass daran die Musiker und Besucher zu testen.

Kälte, Nässe und dementsprechend (leider) nur wenigen wetterfesten Besucher waren die Ausgangssituation.

Daher - ein dickes Lob an die Musiker der "Flatted Fifth", sie haben sich nicht unterkriegen lassen. Trotz teilweise klammer Finger wurde gespielt. Ein Hipp-Hipp-Hurra auf die Gruppe - Sie präsentierte allen Widrigkeiten zum Trotz Stücke aus dem Great American Songbook. Es war kein Konzert, sondern wie geplant eine Arbeitssitzung, mit Kommentaren und Unterbrechungen wie es nun eben mal so zugeht wenn Musiker zusammen sind. Die Besetzung hat tapfer durchgehalten.

Jörg Osterspey- Bassklarinette und Saxophon
- Foto ©T.Knapp
Die Gitarristen (Dirk Mauler und Frank Kern ) vermittelte die Stücke sehr gut an die Zuhörer. Jörg Osterspey- Bassklarinette und Saxophon ,ergänzte absolut passend die Lieder und gab mit den sonoren Klängen seines Instruments eine harmonische Ergänzung. Die hervorragende Ergänzung kam dann noch von Astrid Anders (Vocals). Ihre rauchige Stimme liess trotz der Kälte das Bar- und Sessionfeeling überspringen.
Astrid Anders (Vocals)
- Foto © T.Knapp

Was lernen wir daraus. - Wir lassen uns nicht unterkriegen und werden das Ganze bei "grantiert" warmen, sonnigen Wetter wiederholen.

An dieser Stelle von meiner Seite aus ganz, ganz herzlichen Dank an "Flatted Fifth" - bis zum nächsten Mal.

Und für Leute die es ganze genau wissen wollen hier die Erklärung für "Flatted Fith" die natürlich jedem geläufig ist. :-)

"Die Flatted Fifth ist eine in den vierziger Jahren aufgekommene Bezeichnung für das Intervall der abwärtsspringenden, verminderten Quinte, also des Tritonus, der eines der charakteristischen Kennzeichen des Bebop darstellt. ... " https://de.wikipedia.org/wiki/Tritonus











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RON ZUARIN - Der Süsse aus dem Norden

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Normalerweise ist die Anzahl der süsslichen, süssen, oder karamelllastigen Rum oder gar Whisky hier im Haus recht überschaubar. Dominiert hier "Nomen est Omen" ansonsten der Rauch, der Torf, das Herbe, Maritime und Erdige.

Doch der RON ZUARIN aus dem Haus BRINKMANNfinest fügt sich mit seinen 40% hervorragend in die Reihe unserer Produkte für die, die zur Zigarre lieber einen Rum trinken.
RON ZUARIN - Foto = ©T.Knapp

ZITAT aus der Kladdentext von Tobaccohouse Brinkmann:
"Ein Achtjähriger, aus der Karibik stammender Rum, überzeugt mit seiner angenehmen Süße und überrascht zugleich deutlich in der Nase mit feinem Vanille- und Bandanenaroma."

Das! kann ich voll und ganz unterstreichen, wobei ich eher süsse Orange schmecke. Vieleicht nur deshalb weil ich die lieber mag?

Der leicht martialisch anmutende Totenkopf auf dem Etikett verleitet zu dem ersten Eindruck, dass es hier um einen sehr kräftigen, ja wohlmöglich aggressiven Rum handeln könnte. Doch weit gefehlt! Er kommt harmonisch aus dem Glas, ein echter Einsteiger, für Leute die der Nachspeise verfallen sind.

Während ich zu Beginn mit genau dieser Süsse meine Schwierigkeiten hatte, merkte ich wie im Verlauf des Abends und in Kombination mit einer Panatella X-ANN-EKS "KURT" von Schuster die Sache immer besser wurde.

RON ZUARIN (2) -Foto=©T.Knapp
Daher würde ich den Totenkopf eher als ein Warnsignal verstehen. Nämlich dafür , dass es, wenn man einmal angefangen hat, nicht bei dem einen Glas bleiben wird.
Die angebotenen Verpackungsgrössen 200ml, 500ml,700ml und 1000ml bieten für alle Veranstaltungsgrössen die richtige Versorgung.
Bei uns war die 200ml-Flasche die wir zum Testen genommen hatten auf jeden Fall binnen kürzester Zeit leer. (Wieviele wir waren verrate ich nicht :-) ). Nur soviel, wenn Sie mehr als 4 Personen sind, nehmen Sie gleich die 500ml-Grösse.
Dieser Rum wird auf jeden Fall im Programm bleiben und ich bin gespannt wie er bei der Kundschaft an der "Langen Nacht der Kunst und Genüsse 2019" in Mannheim am 09.11.2019 ankommt. 


DAS Etikett - Foto = ©BrinkmannFinest


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