Rauch und Torf

Zigarren und Whisky

20180430 - Woodford Reserve Double Oak

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Heute hatten wir uns ein wenig Freigang erlaubt. Heisst, wir haben den Pfad des schottischen Rauchs verlassen und unseren Blick über den grossen Teich gewandt. 

FOTO: T.Knapp (2018)
Mit Rauch & Torf ist da ja nicht viel. Auch wenn Woodford einen "cherry wood smoked Whisky erwähnt. Dieser ist allerdings mit derzeit fast 130€ ein wenig heftig über den durchschnittlichen Bourbon Haushaltplan.

Bourbon - ist an sich nicht im Angebot meines Ladens, aber doch auf der Liste der Whisky, die wir gerne mal zwischendurch trinken. Ein Blick in den  Spezialschrank ergab für heute im Angebot dazu:

"Woodford Reserve Double Oaked "


Wenn der normale Woodford Reserve schon ein sehr guter Einstieg in die Bourbon-Welt  ist, dann ist der ..double oaked" noch ein Aromakick mehr.


Zusammen mit eine Casa de Torres Maduro war das ein angenehmer Abend.
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20180514 - AS WE GET IT

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  • Der Name ist Programm
  • Man trinkt ihn wie man ihn bekommt.
  • Keine Diskussion
  • Dazu eine Baitfisch 4x44 und das Ganze wird rund.
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MOOR-BIRNE
schon mal etwas davon gehört?
Klingt nicht nur wie "more Birne", ist auch ein wenig so. Laut Informationen vom Hersteller werden getorft und geräucherte Trockenbirnen in einen edlen Birnenbrand eingelegt.

Meine anfängliche Skepsis wurde im Tasting aufgelöst. Sicherlich ist es etwas völlig anderes als die getorften und rauchigen Whisky die ich sonst im Angebot habe.
Foto: T.Knapp (2018)
Aber  - die Überraschung ist gelungen. Auf dem Tisch im Glas, in geselliger Tasting-Runde, muss man sich merken wo man sein Glas hinstellt.
Farbe und Konsistenz der Moor-Birne sind verblüffend Whisky ähnlich. In der Nase ist das Torf- und Raucharoma dezent, nicht zu heftig um das angenehm verlockende Birnenaroma zu überdecken.
Es lässt genau den richtigen Spielraum um sich auf angenehme Süsse im ersten Flüssigkontakt zu freuen.
Zusätzlich entstehen Eindrücke von leichtem Himbeeraroma und einem aus der
Ferne kommenden Veilchenduft mit gleichzeitigem kernigen Auftreten.
Dann, im Geschmack kommt gleich beim ersten Kontakt mit der Zunge die volle Süsse, die sich angenehm im Mundraum verteilt, wenn man den Brand ein wenig hält.
Die Süsse dominiert und wenn man schon fast ein wenig enttäuscht den Rauch und Torf schon abgeschrieben hat, sind beide wieder da. Fast heimlich werden sie wieder präsent, wenn sich die lecker, süsse Birne verabschiedet. Was bleibt ist eine mittellange, angenehme Verweildauer der Aromen.

Für Liebhaber des rein torfigen, moorigen Geschmacks ist die Moor-Birne sicherlich keine Alternative.
Aber Whisky-Liebhaber die auch Amarone Finishs mit Kirsch, Pfirsich und reifen Birnen mögen finden hier eine vollwertige Überraschung.
Besonders Besucher die mit dem "Smoke & Peat" so rein gar nichts anfangen konnten sind mit dieser Moor-Birne plötzlich offen für ".. da würde mich dann doch mal ein leicht torfiger Whisky mit ein wenig Süsse als Vergleich interessieren"
Foto: T.Knapp (2018)

Foto: T.Knapp (2018)
Ganz besonders ist das Erlebnis für diejenigen, die in den Whisky-Tasings bisher bei "Wasser und Brot" dabei waren und nun eine kleine "Bridge" geboten bekommen.

Neben den regulären 0,7l Flaschen bietet der Hersteller noch ein kleines Schmankerl in Form einer 100ml Flasche. Die gelungene Besonderheit dabei ist, dass der anfänglich als übergrosser Schraubverschluss betrachtete Abschluss der kleinen Flasche als angenehm zu handhabender Trinkbrecher entpuppt, der über dem regulären Schraubverschluss sitzt. Eine gelungene Idee, die es erlaubt auch unterwegs mal stilvoll einen kleinen Geschmack zu nehmen.




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WHISKY SPRING 2018 (Schwetzingen)

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Das Jahr zu warten hat sich gelohnt. Am 17/18-02-2018 trafen sich erneut die Anhänger der Whisky-Sparten um die Ergebnisse der 1 jährigen Trainings- und Erkundungsgänge zu vergleichen.

Wir sind mit dem ernsthaften Vorsatz angereist uns in diesem Jahr nicht einfach treiben zu lassen. Gezielt und konzentriert wollten wir uns durch die Vielzahl der Angebote und Kostproben bewegen.

Die Notiz mit den unbedingt zu probierenden Whisky-Namen in der Hand, als Guide auf der Suche nach den ".. wenn wir wieder da sind müssen wir unbedingt DEN probieren!" betraten wir recht früh die heiligen Hallen.  Wie in einer Exkursion wollten wir dem uns selbst auferlegten Forschungsauftrag gerecht werden. Das Ergebnis können wir vorwegnehmen: Es ist uns nicht wirklich gelungen!

Wie im Jahr zuvor war es ein absolutes Erlebnis. Sowohl die Vielfalt der Abfüllungen, als auch das breite Spektrum der Angebote machten es uns wirklich schwer auch nur einigermassen an unserem Vorhaben festzuhalten.

Das Ambiente hat durch seinen barocken Rahmen eine Wandelhalle geboten in der sich vergnüglich lustwandeln liess. Jedenfalls zu früher Stunde. Ab mittags wurde es dann, sagen wir mal nett : "kuschelig eng",und man brauchte schon eine stoische Ruhe um sich von Anbieter zu Anbieter zu bewegen. Wobei man die Art und Geschwindigkeit der Bewegung eher als den Bewegungsmoment  einer tektonischen Plattenverschiebung empfinden konnte.

Doch irgendwann wurde dieser Eindruck zweitrangig. Zu gross war die Versuchung doch noch das ein oder andere zusätzlich zu erschmecken. Zu gross um nicht doch nachzugeben.

Während wir uns durch die Halle im wunderschönen Schloss in Schwetzigen bewegten, blieben wir bei einem Whisky hängen, der nicht unbedingt als Standard in allen Schränken zu finden ist. Es handelt sich hierbei um Tempt the Devil - Whisky Chamber.
Den fast schon als regulär zu bezeichnenden Abfüllungen bis zu Vol. XIV folgen wir seit längerer Zeit mit Spannung und Freude.

Die Abfüllung No.1 mit Sherry-Finishing war schon ein absolut gelungener neuer Weg, dem wir sicherlich treu bleiben. Die in Schwetzigen verkostete Port-Variante war da quasi noch ein Level oben drauf. Eine absolute Bestätigung den weiteren Entwicklungen mit grosser Neugier zu folgen.

Wir können nur empfehlen, sich umzuschauen und sobald eine Flasche der doch recht linierten Auflage auftaucht , nicht lange zu zögern und sie mit nach Hause zu nehmen.

Eine ruhige Ecke, ein bequemer Sessel, dezente Geräuschkulisse und diesen Whisky im Glas locker in der Hand gehalten, das ist schon fast meditativ. Er ist nicht nur "pur" eine Gaumen- und Nasenfreude. Für die Zigarrenraucher unter den Lesern, empfehlen wir eine weiche, cremige leicht süssliche Zigarre. Eine mittelstarke Maduro in der noch freien zweiten Hand unterstützt und ergänzt dabei ein weiteres, breites Spektrum an Genuss wahrzunehmen.






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LANGE NACHT DER KUNST UND GENÜSSE - 2017 ... NECKARAU-

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WIR WAREN DABEI!

Lange Nacht der Kunst und Genüsse. Eine Veranstaltung, die sich seit mehreren Jahren in Mannheim etabliert hat und einmal im Jahr dem Einzelhandel in den Vororten die Gelegenheit gibt sich zu präsentieren.
Foto: Nina Offenbecher (2017)

Bei uns ging es darum  unsere Begeisterung für Whisky und Zigarren an ein möglichst breites, neugieriges Publikum weiterzugeben.

Individuelle Erfahrungen mit dem edlen Getränk, Fachsimpeleien und kleinere Diskussionen"Torf or not to Torf" .
"Kennst Du schon den .. oder "wie hat der Der geschmeckt..?"

Glücklicherweise hat jeder seinen eigenen Geschmack und auch wenn viele Whisky Weisen in Tastings, Prämierungen und Rankinglisten sagen "Das und nur DAS ist der Whisky, der über allem steht" , dann kommt die simple und völlig persönliche Frage "Schmeckt er mir?" -

Foto: Nina Offenbecher (2017)
Denn wenn man nicht gerade Whiskysammler ist, so soll eines der besten Getränke die es gibt :-) ja schlussendlich getrunken werden. Und würden Sie wirklich einen Whisky kaufen, der Ihnen nicht schmeckt, nur weil er ganz ganz oben auf den Ranking Listen steht, die Verkaufszahlen durch die Decke gehen, oder er gerade mal "angesagt" ist?

Der Geschmack, den jeder individuell wahrnimmt, ist einer der Wohlfühlschlüssel.

Und der Geschmack ist es, der in dieser Nacht gefragt war , nicht das Wissen, welche Destillerie wann, welchen Whisky wie produziert hat und welcher Master sich in einem Artikel darüber ausgelassen hat.

So war die Plattform geboten für alle Stadien der Whiskykenntnis und Erfahrung. Der gemeinsame Geschmack und die Begeisterung und oder Neugier für dieses Getränk.

Viele Besucher kamen und haben sich für uns und unsere Whisky- und Zigarrenauswahl interessiert. Einigen war diese Welt fremd und ist es geblieben, andere sind geblieben und haben in gemütlicher Runde Gleichgesinnte getroffen.

Foto: Nina Offenbecher (2017)
Wir bedanken uns bei allen Besuchern und Kunden , die an diesem Abend dazu beitrugen eine schöne Veranstaltung gehabt zu haben.


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Eine Casa de Torres Gran Perfecto Edition Special 2015 braucht einen starken Partner

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Wie im Segment des Whisky so erkunden wir auch bei den Zigarren immer wieder neue Terrains. 

Getreu dem Motto " Ich verkaufe nur was mir selbst schmeckt! Falls ich es nicht verkaufen sollte, muss ich es schlussendlich auch selbst konsumieren", habe ich mich an die 

"Casa de Torres Grand Perfecto Edition Especial 2015" gewagt.  

Ja, es sah am Anfang wie ein Wagnis aus. Mit ihren 25mm Durchmesser und 13,7 cm Länge gehört sie nicht gerade zu den Zigarren , die man mal so nebenbei raucht  

Und richtig - während sie in der Stärke meist als mittel eingestuft wird, erreicht sie ab der Hälfte mehr und mehr Kraft und Stärke. Ein positives Erlebnis! Immer wieder wird die Zigarre in der Hand gedreht, begutachtet und mit einem zufriedenen Nicken zum nächsten Zug angesetzt.
Gerade nach dem zu Beginn fast zu leicht erscheinenden Eindrucks entwickelt sich die Zigarre zu einem positiven , spannenden Erlebnis. 

Doch vorher musste noch der Begleiter, der passende Whisky geklärt werden. Es blieb zu definieren: Was für einer passt dazu? 

Bei einem aromatisch würzigen, leicht pfeffrigen Geruch der Zigarre in der Kiste, einer angekündigten mittleren Stärke - da fielen alle leichten Whisky aus der Wahl. Nach einem Zögern und der Entscheidung gegen einen Highland hin zu einem Islay fiel unsere Wahl auf "Buair an Diabhail" -Tempt The Devil No. IX und X mit 57%vol. Die Nummer "X" war ebenfalls neu angekommen.

... eine gute Entscheidung!  Belohnt mit 105 Minuten Entspannung und Genuss. 
Das Richtige für einen schönen Gesprächsabend vor dem Kamin. 
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WHSIKY SPRING 2017 (Schwetzingen)

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Am 11.02.2017 besuchten wir mit Kunden die Whisky Spring 2017. Eine Endverbrauchermesser für Whisky Freunde.

Während die Messe selbst zum dritten Mal in den Räumlichkeiten des Barockschlosses in Schwetzingen stattfindet (bis zum 12.2.2017 18:00 ist noch geöffnet)  sind wir zum ersten Mal dabei.

Die Eintrittspreise sind recht human, zumal, wenn man berücksichtigt, dass der Zugang zum Schlosspark darin enthalten ist.  Es steht damit nichts im Wege sich zwischen den einzelnen Verkostungsgängen ab und zu einmal ein paar Minuten oder etwas länger mit Gleichgesinnten im Freien zu bewegen, was ,wie wir im Laufe des Tages bemerken auch gerne wahrgenommen wird.

Die Messe ist bereits kurz nach der Öffnung am Morgen gut besucht. Jedoch noch nicht so gut besucht, dass sich die Bewegung von Stand zu Stand zu einem Kriechgang entwickelt. Der Grad der permanent steigenden Besucherzahl wird erst nach zwei drei Stunden bemerkbar.
Es macht grossen Spass die Vielfalt der Whiskysorten aufzunehmen und sich als Teil einer grossen Menge zu fühlen, die sich auf der Suche nach ihren Lieblingen befindet. 
Es ist wirklich für jeden etwas dabei. Zwischen all den Whisky Häusern ist ein junge Frau dabei Zigarren per Hand herzustellen. Konzentriert rollt und schneidet sie die Tabakblätter und bringt die Zigarren in Form. Automatisch suchen wir nach weiteren Erzeugnissen der Zigarren. Leider ohne Erfolg. Ist sie doch eine in manchen Stimmunglslagen passende Ergänzung zum Whisky.

Die kurzen manchmal auch längeren Gespräche mit den Repräsentanten der Händler  und Abfüller sind eine sehr angenehme Ergänzung zu den Aromen und Genüssen aus den Gläsern. Es ist nicht einfach ein Testen, Kosten , Beurteilen und Weitergehen. Allein die Vielzahl der Stände macht schnell klar, dass diese alles nicht an einem Tag zu erfassen ist. Dennoch verfällt niemand in einen hektischen Messebesucherstress.

Alle haben irgendwie richtig Zeit. Selbst wenn man einmal beim Umdrehen oder Durchschlängeln an jemandem Fremden hängenbleibt, so ist die Sache mit einem kurzen "Tschuldigung" - "kein Problem" erledigt. Gänzlich anders als in Bus , Strassenbahn, oder überfüllten Fussgängerzonen. Es macht , wie gesagt, richtig Spass.

Schon bald bemerken wir, wie auch wir fast verzückt im Bann der Gerüche und Eindrücke sind und mit der Nase am Nosingglas die Menschen und die Stände um uns herum betrachten und vorbeifliessen lassen. Die Zeit vergeht wie im Flug und lässt angenehme Eindrücke zurück

Es bleibt nicht aus, dass doch die ein oder andere Whisky-Flasche mit nach Hause genommen wird, auch wenn wir doch eigentlich einfach nur mal was Neues probieren wollten. 

Eines steht auf jeden Fall fest: 
Wir sind im nächsten Jahr wieder dabei!




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Am 05.11.2016 war Eröffnung!

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Im Rahmen der langen  Nacht der Kunst und Genüsse 2016 habe ich die Chance wahrgenommen einen kleinen Raum des Genusses zu eröffnen.

Meine Lieblingsprodukte Whisky und Zigarren sind die beiden Stand-Beine von denen aus ich künftig die Welt betrachten will.

Nicht in einem Sprint oder Dauerlauf im ewigen Wettkampf mit den grossen Whisky-Händlern dieser Welt,  oder schlimmstenfalls mit den Superärkten.

Es geht  mir nicht darum mit Spot-Preisen am Markt zu bestehen. Das machen schon so viele andere, und täglich kommen Neue hinzu.

Nein - ich gehe davon aus, dass derjenige , der sich entschliesst einen Whisky oder eine Zigarre zu kaufen das in erster Linie macht um sich ein Stück Genuss zu gönnen.
Selbstverständlich sind die Ausgaben für dieses Verfgnügen nicht irrelevant. Aber wer sich seinen Liebling in ausgeprägter Börsentickermentalität ergoogelt, hat schon einen grossen Teil des Genusses verloren. Das ist eher ein Jagdverhalten, als ein Genussverhalten.

Daher wird der, der zu mir kommt feststellen, dass er nicht vor Regalen voller Flaschen steht, mit schreiend bunten Preisetiketten, die sich überschlagen den ach so günstigen Preis, das Sonderangebot zu verkünden.
Wer zu mir kommt braucht , zumindest am Anfang, Zeit für ein kleines oder längeres Gespräch. Über die Art des gewünschten Whisky, die Herkunft, das Alter. Vor allem aber und das ist nach meinem Credo das absolut Entscheidende, sollte er eine ungefähre Vorstellung davon haben was ihm ganz persönlich schmeckt.

Es geht ja auch niemand in einen Buchladen und will einfach ein Buch. Man weiss entweder ganz genau was man will, oder man braucht eben Zeit und vor allem Spass am Genuss.
Das kann dann schon zu einer kleinen Abenteuerreise werden, bei der das Noising-Glas den Kompass und Buschmesser ersetzt.

Auch wird man bei mir nicht alle Whisky Sorten finden. Die Vielfalt dieses edlen Getränks ist unwahrscheinlich gross und breit aufgestellt. Sicherlich liesst man immer wieder von Läden die sich gegenseitig eine superlative Zahl der Whisky Marken und Geschmäcker zurufen. 2.000 oder 3.000 unterschiedliche Whiskysorten, hunderte von Zigarren.
Schön! Auch alle schon probiert? Werden dann echte persönliche Eindrücke vermittelt, wenn der Kunde fragt? Oder bleibt es dann doch bei der Wiedergabe des Textes auf der Verpackung?

Ich gehe da einen etwas anderen Weg. Ein kleines, zur Zeit sogar extrem überschaubares Sortiment, mit einer Ausrichtung auf Rauch & Torf, eben Smoke , Peat , Turf, Torf, .....

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